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Wir senden allen deutschen Arbeits- und Betriebsratskollegen ein solidarisches «Hallo» aus der Schweiz.

Wie wir hier in der Schweiz erfahren haben, habt ihr zusammen mit eurer Gewerkschaft IG Metall und IndustriAll am Freitag den 15. Dezember in Frankfurt vor dem Hauptsitz von GE Deutschland schon eine erste Demonstration geplant.

Wie ihr vielleicht wisst, haben wir in der Schweiz diese Möglichkeit nach unserem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) nicht, wir haben lediglich ein Recht für Kundgebungen ausserhalb der Arbeitszeit.

Trotzdem stehen wir mit unseren Gedanken wie eine Einheit solidarisch hinter eurem geplanten Vorhaben. Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, haltet durch und seid stark!!!

Wir hoffen, dass eure Demonstration die bei GE verantwortlichen Manager beeindruckt und diese zum Umdenken bewegt, ihre Pläne überdenken, und mit euren Betriebsräten und Gewerkschaften in einen vernünftigen, zielorientierten Dialog eintreten.

Senden euch starke solidarische Grüsse,
eure Schweizer Betriebsratskollegen

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Demoaufruf GE Frankfurt 15. 12. 2017Am 7. Dezember 2017 hat GE lapidar bekannt gegeben, dass die Powersparte in Deutschland zusammengestrichen werden soll. An den Standorten Mannheim, Stuttgart, Berlin, Mönchengladbach und Kassel sollen zusammen 1600 Arbeitsplätze wegfallen. Das ist leider noch nicht alles, denn auch bei Healthcare, Renewable, Global Research Center u. a. werden Stellen gestrichen. Der Kahlschlag gefährdet die Existenz tausender Familien und überlässt sie während der „stillen Zeit“ ihrem eigenen Schicksal.

Obwohl GE Milliardengewinne erwirtschaftet, die Werke Aufträge haben, die Beschäftigten hochqualifiziert und motiviert sind, ist GE (noch) nicht in der Lage eine Investitionsstrategie aufzulegen. Diese Strategie wird aber dringend benötigt!

Jetzt aufstehen, bevor es zu spät ist.

Stoppt den Personalabbau bei GE – für eine nachhaltige Investitionsstrategie.

Aufruf zur Demonstration und Kundgebung
am 15. Dezember 2017 in Frankfurt.

12:45 Uhr – Auftaktkundgebung, DGB-Haus, Frankfurt Wilhelm-L.-Str. 69-77.

13:05 Uhr – Demo-Zug zu GE, Bleichstr. 64-66.

14:00 Uhr – Kundgebung vor GE, Bleichstr. 64-66. Rednerinnen u. Redner: Betriebsräte, Vertrauensleute, IG Metall, IndustriAll.

Mitfahrgelegenheiten bei Betriebsräten und Vertrauensleuten erfragen.

Jetzt die eigene Rolle stärken und Online bei der IG Metall Mitglied werden:
www.igmetall.de

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Gewerkschaftssekretär GE. Telefon: 069-6693 2964, Mobil: 0160-97215430.

pdfFlugblatt zum Download

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 solidarisch mit Belegschaft und Betriebsrat von GE Power Mannheim

Der Vertrauensleute-Aussschuß der IG Metall Baden-Württemberg solidarisiert sich auf seiner Tagung am 30.01.2017 mit Belegschaft und Betriebsrat von GE Power Mannheim. Foto: IG Metall
Foto: IG Metall

Der Vertrauensleute-Aussschuß der IG Metall Baden-Württemberg solidarisiert sich auf seiner Tagung am 30. 1. 2017 mit Belegschaft und Betriebsrat von GE Power Mannheim.

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Soliadresse Rebmann GE

Mannheim, 13. Januar 2017

Der Kampf geht weiter

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wer hätte bei der Bekanntgabe der Schließungspläne von GE gedacht, dass Ihr – und an Eurer Seite ein breites Mannheimer Bündnis – ein Jahr später immer noch steht. Dass Ihr nicht aufgebt und stattdessen weiter für Eure Arbeitsplätze, für geltendes Arbeitsrecht und für menschlichen Anstand kämpft.

Wenn ein Konzern so aggressiv vorgeht, wie GE es tut, dann ist es schwer, sich nicht entmutigen, sich als Belegschaft nicht spalten zu lassen, nicht einfach hinzuschmeißen. Daher gilt mein größter Respekt und mein aufrichtiger Dank jeder und jedem Einzelnen, die oder der nicht aufgibt und weiterkämpft. Dies ist ein deutliches Zeichen nicht nur an GE, sondern an alle Konzerne, die meinen, zur Steigerung ihres Profites so mit ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern umgehen zu können.

Bei Eurem Kampf habt Ihr nicht nur die Mannheimerinnen und Mannheimer an Eurer Seite. Auch in Berlin wird ganz genau wahrgenommen, wie GE vorgeht, Druck ausübt und sauber juristisch alles abhakt, um am Ende einfach mal so einen produktiven Hightech-Standort mit über 1.000 Beschäftigten plattzumachen. Deshalb hat sich Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel in den letzten Monaten mehrfach eingebracht und dem GE-Management gegenüber sehr deutlich gemacht, was er von diesem Vorgehen hält. Nämlich gar nichts. Er ist ihm ein persönliches Anliegen, Euch alle, die Ihr für gute Arbeitsplätze und Anstand kämpft, auf diesem Weg zu grüßen, für Euren Einsatz zu danken und darin zu bestärken, nicht aufzugeben. Ich soll Euch außerdem solidarische Grüße von der gesamten SPD-Bundestagsfraktion und besonders von der Parlamentarischen Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion Christine Lambrecht übermitteln.

Wir Mannheimerinnen und Mannheimer werden es nicht einfach hinnehmen, wie sich GE verhält. Wir werden weiter gemeinsam laut sein und deutlich machen, dass der letzte Zweck des Wirtschaftens immer der Mensch sein muss, niemals der Profit.

Wie wir derzeit in der Metropolregion sehen können ist GE nur die Speerspitze einer Entwicklung, die mit Stellenstreichungen und Werksschließungen hochwertige und hochqualifizierte Arbeitsplätze vernichtet. Diesem Trend müssen wir uns solidarisch entgegenstellen und den Menschen und der gesamten Region Perspektiven bieten. Aus diesem Grund habe ich eine Standortkonferenz auf regionaler Ebene angeregt, die sich mit Beschäftigungsalternativen, der Stärkung des Wirtschaftsstandortes, dem Verhältnis von Arbeitgebern und Beschäftigten und dem Umgang mit Herausforderungen wie Globalisierung und Digitalisierung auseinandersetzt.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir erleben gerade Umbrüche in der Arbeitswelt, die Angst machen und viele Fragen aufwerfen. Wir können entweder still halten, alles über uns ergehen lassen und dabei hoffen, dass es uns nicht trifft. Oder wir gestalten diese Umbrüche mit. Dass Ihr alle heute, ein Jahr nach Verkündung der Abbaupläne, immer noch hier seid und kämpft, das ist ein gutes und ein wichtiges Zeichen. Es zeigt, dass wir uns nicht unterkriegen lassen, dass wir es ernst meinen und dafür auch gemeinsam einstehen. Weiter so!

Wenn das Wetter es zulässt und ich es rechtzeitig aus Berlin zurück nach Mannheim schaffe werde ich heute gemeinsam mit Euch den ersten Jahrestag der Entlassungspläne begehen. Bei Glühwein und Musik werden wir dem Management zeigen, wie gelebte Solidarität aussieht.

Solidarische Grüße

Soliadresse Rebmann GE unterschrift

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